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Zu den Anfängen

Animiert durch die Sammlung meines Vaters begann ich 1994 damit auf Flohmärkten und in Trödelläden Keramikgefäße zu erstehen und mich mit ihrer Geschichte intensiv auseinander zu setzen. Zuerst sammelte ich ohne großes Fachwissen und auch ohne eigenes Gespür für die Gefäße. Erst mit der Zeit und zahlreichen Kisten später schärfte sich mein Blick für Form und Glasur.

Von Beginn an waren es die handgedrehten Stücke, denen ich mein vorrangiges Interesse widmete und zwei Keramiker hatten früh meine volle Beachtung. Zum einen war es Richard Uhlemeyer (1900-1954), der ein mittelständiges Unternehmen in Hannover aufbaute. Dort wurde neben gegossener Ware immer auch das freigedrehte Einzelstück, zwar auch Serie, dennoch mit Unikatcharakter produziert. Überwiegend ist in dieser Werkstatt mit Reduktionsglasuren gearbeitet worden, die nahezu jedem Gefäß ihren eigenen Charakter gab. Zum anderen war es mein Urgroßvaters Otto Lindig (1895-1967), wobei ich seine Gefäße erst nach und nach für mich entdeckte. Heute möchte ich sie allerdings nicht mehr missen.

Meine Sammlung entwickelte sich in eine Richtung, in der es nicht vorrangig um Namen geht, sondern eher um Geschichte, in erster Linie die meiner Familie und ihre weiten Ausläufer. Hiezu kommen für mich interessante Erzeugnisse der europäischen Gefäßkeramik von 1900 bis heute, wobei die Keramik, die bis 1980 entstand, ein klares Übergewicht hat. Selten kommt mal ein Stück aus der Gegenwart in meine Sammlung. 2003 erwarb ich von Inke Lerch die erste Keramik meiner Sammlung, die zwischen Herstellung und meiner Hand noch keinen Flohmarkt oder Trödelladen gesehen hat.

 

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  Lutz Könecke : Frankfurterstr. 99a : 34121 Kassel : eMail